Schaltbild für 8×210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodule am Sunpura S2400 mit zwei Serienstrings à 4 Module pro MPPT.

8×210Wp Leichtglas-Solarmodule mit Sunpura S2400 richtig verschalten

Die Grafik zeigt eine technisch sinnvolle Verschaltung von 8 × 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodulen mit einem Sunpura S2400 Plug-and-Play-Speichersystem. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Gesamtleistung von 1680Wp, sondern vor allem die richtige elektrische Abstimmung zwischen Modulspannung, MPPT-Bereich und maximalem Eingangsstrom.
Die empfohlene Verschaltung lautet:
4 Module in Reihe → PV1 / MPPT1 4 Module in Reihe → PV2 / MPPT2
Damit entstehen zwei getrennte Serienstrings mit jeweils 840Wp.

Warum diese Verschaltung sinnvoll ist

Ein einzelnes 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Modul arbeitet mit folgenden typischen STC-Werten:
Wert Einzelnes 210Wp Modul
Pmax 210Wp
Vmp 16,23V
Voc 19,26V
Imp 12,94A
Isc 13,70A
Ein einzelnes Modul hat also eine relativ niedrige Arbeitsspannung. Für viele Batteriespeicher und Hybrid-Eingänge ist das elektrisch nicht optimal, weil der MPPT-Eingang erst innerhalb seines Spannungsfensters stabil arbeiten kann.
Die Sunpura S2400 verfügt über 2 PV-Ports / 2 MPPT. Pro PV-Port liegt der Arbeitsbereich bei 10–100V, der maximale Eingangsstrom bei 16A, die maximale PV-Leistung pro MPPT bei 1000W und die maximale PV-Gesamtleistung bei 2000W.
Deshalb ist eine 4S-Verschaltung pro MPPT technisch deutlich sauberer als Einzelmodule oder zu kurze Strings.

Was passiert bei 4 Modulen in Reihe?

Bei einer Reihenschaltung addiert sich die Spannung. Der Strom bleibt gleich.
Pro Serienstring mit 4 Modulen ergibt sich:
Wert 4 × 210Wp in Reihe
Pmax 840Wp
Vmp 64,92V
Voc 77,04V
Imp 12,94A
Isc 13,70A
Diese Werte passen gut zum Sunpura S2400:
  • Vmp 64,92V liegt komfortabel im PV-Arbeitsbereich von 10–100V.
  • Voc 77,04V bleibt unter der maximalen Eingangsspannung von 100V.
  • Imp 12,94A bleibt unter dem maximalen Eingangsstrom von 16A.
  • 840Wp pro MPPT bleibt unter der empfohlenen PV-Leistung von 1000W pro MPPT.
  • Die Gesamtleistung von 1680Wp bleibt unter der maximalen PV-Gesamtleistung von 2000W.
Das ist der entscheidende Punkt: Die Spannung ist hoch genug für einen stabileren MPPT-Betrieb, aber nicht so hoch, dass die 100V-Grenze überschritten wird.

Warum nicht alle 8 Module in einen einzigen String?

Alle 8 Module in Reihe wären technisch falsch für diese Anwendung.
Ein 8S-String hätte ungefähr:
Voc: 8 × 19,26V = 154,08V
Das liegt deutlich über der maximalen PV-Eingangsspannung von 100V. Deshalb dürfen nicht alle 8 Module in einen einzigen Serienstring geschaltet werden.
Die richtige Logik ist:
String A: Modul 1–4 in Reihe → PV1 / MPPT1 String B: Modul 5–8 in Reihe → PV2 / MPPT2
So wird die PV-Leistung gleichmäßig auf beide MPPT-Eingänge verteilt.

Warum nicht parallel schalten?

Parallelschaltung erhöht den Strom, aber nicht die Spannung. Bei den 210Wp Modulen wäre das für den Sunpura S2400 weniger sinnvoll, weil die Spannung dann niedrig bleibt. Für diese Kombination ist die Reihenschaltung pro MPPT der technisch bessere Weg.
Wichtig ist aber: Nicht beliebig viele Module in Reihe schalten. Die maximale Eingangsspannung des Speichersystems bleibt die harte Grenze.

Worauf bei der Montage zu achten ist

Die vier Module innerhalb eines Serienstrings sollten möglichst ähnliche Bedingungen haben:
  • gleiche Ausrichtung
  • gleicher Neigungswinkel
  • ähnliche Verschattung
  • ähnliche Kabellängen
  • keine starke Teilverschattung auf nur einem Modul des Strings
Der Grund ist einfach: Bei Reihenschaltung beeinflusst ein schwächeres oder verschattetes Modul den gesamten String. Deshalb sollten Module, die gemeinsam an einem MPPT hängen, auch praktisch zusammenpassen.
Ein gutes Beispiel:
PV1 / MPPT1: vier Module an derselben Balkonseite PV2 / MPPT2: vier Module auf einer zweiten Fläche mit ähnlicher Ausrichtung
Weniger gut wäre es, stark unterschiedlich ausgerichtete Module in denselben Serienstring zu mischen.

Was die Grafik zeigt

Die Grafik visualisiert die empfohlene Anschlusslogik:
Obere Reihe: 4 × 210Wp in Reihe → Serienstring A → PV1 / MPPT1
Untere Reihe: 4 × 210Wp in Reihe → Serienstring B → PV2 / MPPT2
Jeder String liefert:
840Wp | Vmp 64,92V | Voc 77,04V | Imp 12,94A | Isc 13,70A
Das Gesamtsystem liefert:
8 Module = 1680Wp 2 Serienstrings à 840Wp 840Wp pro MPPT
Die Grafik macht außerdem deutlich: Es handelt sich um eine schematische Darstellung. Die finale Installation sollte immer nach Herstellerangaben, Datenblatt und örtlichen Vorschriften geprüft werden.

Fazit

Die Kombination aus 8 × 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodulen und Sunpura S2400 ist technisch sinnvoll, wenn die Module als zwei getrennte 4er-Serienstrings angeschlossen werden.
Die beste Verschaltung ist:
4 Module in Reihe → PV1 / MPPT1 4 Module in Reihe → PV2 / MPPT2
Damit nutzt das System beide MPPT-Eingänge sauber aus, bleibt unter der 100V-Grenze und hält den Eingangsstrom innerhalb des zulässigen Bereichs. Für Anwender bedeutet das: mehr nutzbare PV-Fläche, bessere Spannungslage und eine klare, nachvollziehbare Anschlusslogik für ein kompaktes Plug-and-Play-Speichersystem.

 

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