8 × 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodule mit Anker SOLIX Solarbank 3 Pro E2700

8 × 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodule mit Anker SOLIX Solarbank 3 Pro E2700

8 × 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodule mit Anker SOLIX Solarbank 3 Pro E2700: Was technisch wirklich zählt

Die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro E2700 ist für viele Nutzer interessant, weil sie Speicher, PV-Eingänge und Energiemanagement in einem kompakten System verbindet. Wer sie mit kleineren Leichtglas-Solarmodulen kombinieren möchte, sollte aber nicht nur auf die Gesamtleistung schauen. Entscheidend sind Spannung, Strom, MPPT-Struktur und die richtige Verschaltung.

Für 8 × 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodule ergibt sich eine Gesamtleistung von:

8 × 210Wp = 1680Wp

Die technisch sinnvolle Verschaltung an der Anker Solarbank 3 Pro E2700 lautet:

2 Module parallel → PV1 / MPPT1
2 Module parallel → PV2 / MPPT2
2 Module parallel → PV3 / MPPT3
2 Module parallel → PV4 / MPPT4

Das bedeutet: vier parallele Modulgruppen, jede Gruppe mit zwei 210Wp Modulen über ein Y-Kabel an einem PV-Port.

Warum parallel und nicht in Reihe?

Bei dieser Kombination ist die Vorgabe des Speichersystems entscheidend. Die Solarbank 3 Pro E2700 ist auf den parallelen Anschluss über ihre PV-Ports ausgelegt. Pro PV-Port können maximal zwei Module parallel angeschlossen werden. Eine Reihenschaltung sollte hier nicht verwendet werden.

Das ist wichtig, weil Reihen- und Parallelschaltung elektrisch völlig unterschiedliche Effekte haben:

  • Reihenschaltung erhöht die Spannung.

  • Parallelschaltung erhöht den Strom.

  • Parallelschaltung erhöht nicht die Spannung.

Bei der Anker Solarbank 3 Pro E2700 ist also der richtige Weg: pro PV-Port zwei Module parallel über ein Y-Kabel.

Elektrische Werte pro PV-Port

Ein einzelnes NOVGEN/Sunpura 210Wp Leichtglas-Modul hat ungefähr folgende Werte:

Wert 1 × 210Wp Modul
Pmax 210Wp
Vmp 16,23V
Voc 19,26V
Imp 12,94A
Isc 13,70A

Wenn zwei Module parallel an einem PV-Port betrieben werden, bleibt die Spannung gleich, während sich der Strom addiert.

Pro PV-Port ergibt sich damit:

Wert 2 × 210Wp parallel
Pmax 420Wp
Vmp 16,23V
Voc 19,26V
Imp 25,88A
Isc 27,40A

Damit liegt der Strom unter der Grenze von 32A pro PV-Port. Auch die Spannung liegt formal im zulässigen Bereich von 16–60V. Rein nach Datenblatt ist diese Kombination also technisch möglich.

Der kritische Punkt: Die Spannung liegt sehr nah an der unteren Grenze

Jetzt kommt der Punkt, den man nicht schönreden sollte: Die Modulspannung ist knapp.

Die Solarbank 3 Pro E2700 arbeitet pro PV-Port ab 16V. Das einzelne 210Wp Modul hat eine Arbeitsspannung von 16,23V. Da bei Parallelschaltung die Spannung nicht steigt, bleibt auch eine Gruppe aus zwei Modulen bei etwa 16,23V Vmp.

Das bedeutet: Die Kombination ist elektrisch zulässig, aber die Spannungsreserve ist gering.

Bei guter Sonneneinstrahlung sollte das System arbeiten. Bei schwachem Licht, hoher Modultemperatur, morgens, abends oder bei wechselnder Bewölkung kann es jedoch passieren, dass einzelne PV-Ports später starten, weniger stabil laufen oder zeitweise eine reduzierte Leistung liefern.

Das ist kein Defekt der Module. Es ist eine Folge der niedrigen Modulspannung und der unteren Arbeitsgrenze des Speichersystems.

Warum 8 Module trotzdem sinnvoll sein können

Trotz dieser Einschränkung kann das Setup sehr interessant sein, wenn die Montagefläche zu klassischen großen Glasmodulen nicht passt.

Die NOVGEN/Sunpura 210Wp Leichtglas-Module sind kompakter und leichter als viele Standardmodule. Das macht sie besonders interessant für:

  • Balkongeländer

  • Gartenanlagen

  • kleine Flachdächer

  • Wandmontage

  • Zäune

  • Garagen

  • Flächen mit schwieriger Handhabung großer Standardmodule

Mit 8 Modulen entstehen 1680Wp Gesamtleistung. Das ist für ein kompaktes Plug-and-Play-Speichersystem eine praxisnahe PV-Größe. Gleichzeitig werden alle vier PV-Ports der Solarbank genutzt.

Der Vorteil der vier MPPT-Eingänge: Jede parallele Modulgruppe wird separat verarbeitet. Wenn die Gruppen sinnvoll geplant werden, kann das System unterschiedliche Flächen besser nutzen als ein einzelner großer String.

Wichtig bei der Planung der Modulgruppen

Die beiden Module, die gemeinsam über ein Y-Kabel an einem PV-Port hängen, sollten möglichst gleiche Bedingungen haben:

  • gleiche Ausrichtung

  • gleicher Neigungswinkel

  • ähnliche Verschattung

  • ähnliche Kabellängen

  • möglichst gleiche Modultemperatur

Warum? Weil parallel geschaltete Module am gleichen Arbeitspunkt betrieben werden. Wenn ein Modul einer Gruppe deutlich weniger Sonne bekommt, kann die gesamte Gruppe weniger optimal arbeiten.

Praktisch bedeutet das: Nicht einfach zwei beliebige Module zusammenfassen. Besser ist eine klare Zuordnung nach Standort und Sonnensituation.

Beispiel:

PV1: zwei Module links am Balkon, gleiche Richtung
PV2: zwei Module rechts am Balkon, gleiche Richtung
PV3: zwei Module an der Wand, gleiche Ausrichtung
PV4: zwei Module im Garten, gleiche Neigung

So bleibt die elektrische Logik sauber.

Was man nicht tun sollte

Nicht empfehlenswert sind folgende Verschaltungen:

1. Module in Reihe schalten
Auch wenn eine Reihenschaltung die Spannung verbessern würde, entspricht sie nicht der Anschlusslogik der Solarbank 3 Pro E2700.

2. Mehr als zwei Module an einen PV-Port parallel hängen
Dadurch steigt der Strom unnötig an und kann die Eingangsgrenze überschreiten.

3. Module mit stark unterschiedlicher Ausrichtung in einer Parallelgruppe mischen
Das reduziert die Effizienz und kann zu ungleichmäßigem Verhalten führen.

4. Die Spannungslage ignorieren
16,23V Vmp liegt sehr nahe an der unteren Grenze. Wer morgens, abends oder bei schwachem Licht maximale Stabilität erwartet, sollte diese Einschränkung kennen.

Fazit

Die Kombination aus 8 × 210Wp NOVGEN/Sunpura Leichtglas-Solarmodulen und Anker SOLIX Solarbank 3 Pro E2700 ist technisch möglich und für bestimmte Montageflächen sehr interessant.

Die empfohlene Verschaltung lautet:

4 PV-Ports / 4 MPPT
je PV-Port 2 Module parallel über Y-Kabel
gesamt 8 Module = 1680Wp
pro PV-Port: 420Wp, Vmp 16,23V, Imp 25,88A

Der entscheidende Fachpunkt: Die Stromwerte passen, aber die Spannung bleibt knapp. Parallelbetrieb erhöht den Strom, nicht die Spannung. Deshalb sollte man dieses Setup nicht als maximale Hochleistungs-Konfiguration verstehen, sondern als flexible Leichtglas-Lösung für Flächen, auf denen klassische große Module schwer zu montieren sind.

Wer die Module sauber gruppiert, gleiche Ausrichtung pro PV-Port einhält und die untere Spannungsgrenze realistisch bewertet, bekommt ein durchdachtes, kompaktes PV-Speicher-Setup mit hoher Flächenflexibilität.

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